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Halbjahres-Pressekonferenz
 
Carl Zeiss mit positiver Halbjahresbilanz Downloads und Links


Breites Portfolio gleicht zyklische Schwankungen im Halbleiterbereich weitgehend aus
  • Umsatz auf Vorjahresniveau

  • EBIT bei 232 Millionen Euro

  • Hohe Investitionen für Modernisierung des Unternehmens

  • Investitionen für Forschung und Entwicklung um 10 Prozent erhöht

  • Optimistischer Ausblick für zweite Geschäftsjahreshälfte
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STUTTGART, 24.05.2012.
Trotz des erwarteten Rückgangs im Halbleiter- markt lagen Umsatz und Ergebnis der Carl Zeiss Gruppe in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2011/12 nahezu auf dem Niveau des Vorjahrs: Der Umsatz erreichte 2,105 Milliarden Euro und das Ergebnis (EBIT) lag bei 232 Millionen Euro. Der Technologiekonzern legte damit erneut eine erfreuliche Halbjahresbilanz (1. Oktober 2011 bis 31. März 2012) vor. Die Unternehmensbereiche Industrielle Messtechnik und Medizintechnik verbuchten gegenüber dem Geschäftsjahr 2010/11 ein deutliches Umsatzwachstum. Die Umsätze der Bereiche Mikroskopie sowie Augen- optik erreichten wieder das Vorjahresniveau. Der Unternehmensbereich Halbleitertechnik verzeich- nete einen für diese Branche typischen und nach den Rekordwerten des Vorjahres erwarteten Um- satzrückgang. „Wir hatten einen guten Start ins Geschäftsjahr 2011/12. Umsatz und Ergebnis haben unsere Planungen übertroffen“, sagte Dr. Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender von Carl Zeiss. „Die Konjunktur hat sich in vielen Bereichen als sehr stabil gezeigt. Außerdem konnten wir durch unsere breite Unternehmens- aufstellung den zyklisch bedingten Umsatzrück- gang des Bereichs Halbleitertechnik weitgehend kompensieren. Das unterstreicht die Stärke unseres Portfolios.“


Umsatz auf Vorjahresniveau – Asiengeschäft weiter ausgebaut

Der Umsatz der Carl Zeiss Gruppe mit 2,105 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres- werts (erstes Halbjahr 2010/11: 2,143 Milliarden Euro). Carl Zeiss erzielte in der ersten Geschäfts- jahreshälfte rund ein Drittel seines Umsatzes in Europa. Hier stieg der Umsatz währungsbereinigt um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 681 Millionen Euro – davon 252 Millionen Euro im Inland (erstes Halbjahr 2010/11: 649 Millionen Euro, davon 242 Millionen in Deutschland). Auch in der Region Amerika legte der Konzern zu und erzielte 518 Millionen Euro – das entspricht einem währungsbereinigten Zuwachs von neun Prozent (erstes Halbjahr 2010/11: 466 Millionen). Ein besonders kräftiges Umsatzplus verbuchte das Unternehmen in der ersten Geschäftsjahreshälfte in der Region Asien. Hier stieg der Umsatz wäh- rungsbereinigt um 19 Prozent auf 368 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2010/11: 298 Millionen). Bedingt durch den Rückgang im Geschäft der Halbleitertechnik lag der Umsatz mit Koopera- tionspartnern mit 485 Millionen Euro 29 Prozent unter dem Vorjahreswert (erstes Halbjahr 2010/11: 678 Millionen). Insgesamt betrug der Auslandsanteil am Geschäft 87 Prozent.

Das EBIT (Earnings before Interest and Taxes) lag zum Halbjahresschluss bei 232 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2010/11: 355 Millionen). Das Ergebnis nach Steuern betrug 130 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2010/11: 186 Millionen*).


Weltweit über 600 neue Stellen geschaffen

Zum Stichtag 31. März 2012 beschäftigte Carl Zeiss weltweit 24.862 Mitarbeiter, davon 10.469 an den deutschen Standorten. Außerdem bildete das Unternehmen in Deutschland knapp 380 junge Menschen aus. Die Zahl der Beschäf- tigten ist in den vergangenen sechs Monaten um rund drei Prozent gestiegen (Geschäftsjahres- schluss 30. September 2011: 24.192 Mitarbeiter, davon 10.081 in Deutschland). Allein in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahrs schuf Carl Zeiss weltweit über 600 neue Stellen, rund die Hälfte davon in Deutschland. An den deutschen Standorten übernahm das Unterneh- men dabei rund 200 Arbeitnehmer, die bisher über eine Arbeitnehmerüberlassung bei Carl Zeiss beschäftigt waren, in ein direktes Arbeitsverhältnis.


Halbjahresbilanz 2011/12 bildet solide Basis für weitere Entwicklung

In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2011/12 erreichte der Cashflow vor Ertragsteuern einen Umsatzanteil von 16 Prozent und lag bei 329 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2010/11: 477 Millionen, 22 Prozent des Umsatzes). Die Brutto- liquidität belief sich zum 31. März 2012 auf 861 Millionen Euro (Geschäftsjahresschluss 30. Sep- tember 2011: 847 Millionen). Die Nettoliquidität lag bei 342 Millionen (Geschäftsjahresschluss 30. September 2011: 397 Millionen). „Der Rückgang ist vor allem auf das Halbleitergeschäft sowie unsere signifikanten Investitionen zurückzuführen. Für die weitere Entwicklung im laufenden Ge- schäftsjahr sind wir zuversichtlich, dass wir unsere Planwerte erreichen oder gar übertreffen können“, erklärte Carl Zeiss Finanzvorstand Thomas Spitzenpfeil. Die Entwicklung des Eigen- kapitals ist ebenfalls positiv: Es betrug zum 31. März 2012 über eine Milliarde Euro, die Eigenka- pitalquote lag bei 28 Prozent. Spitzenpfeil betonte: „Wir haben mit unserer Bilanz ein solides Funda- ment – das es uns erlaubt, weiter zu investieren sowie auch in Zukunft flexibel Chancen zu ergreifen, um die Herausforderungen unserer Märkte zu meistern.“


Investitionen beschleunigen Modernisierung

Carl Zeiss investierte in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 108 Millionen Euro in Sachanlagen (Geschäftsjahr 2010/11: 164 Millio- nen). Damit modernisierte das Unternehmen seine weltweiten Standorte weiter. Der Technolo- giekonzern wird in den kommenden Jahren insgesamt rund 500 Millionen Euro in den weiteren Ausbau der deutschen Unternehmens- standorte investieren. Den Investitionen standen Abschreibungen in Höhe von 67 Millionen Euro gegenüber (Geschäftsjahr 2010/11: 122 Millio- nen).

Die Neuproduktrate liegt weiterhin auf hohem Niveau: Carl Zeiss erzielt rund 45 Prozent seines Umsatzes mit Produkten, die nicht älter als drei Jahre sind. Um seine Technologieführerschaft in den unterschiedlichen Sparten weiter auszu- bauen, investiert das Unternehmen kontinuierlich in Forschung und Entwicklung. In der ersten Geschäftsjahreshälfte 2011/12 wurden dafür 190 Millionen Euro eingesetzt – das entspricht neun Prozent des Umsatzes (erstes Halbjahr 2010/11: 173 Millionen; acht Prozent des Umsatzes).


Entwicklung der Unternehmensbereiche

Der Unternehmensbereich Halbleitertechnik erreichte in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2011/12 einen Umsatz von 478 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 25 Prozent (erstes Halbjahr 2010/11: 638 Millionen*). Nach einem starken Zuwachs in 2010/11 flachte die Nachfrage wie erwartet auf dem Halbleiterausrüstungsmarkt im laufenden Geschäftsjahr deutlich ab.

Mit einem Umsatzwachstum von 29 Prozent schloss der Unternehmensbereich Industrielle Messtechnik das erste Halbjahr 2011/12 ab. Der Umsatz erreichte 237 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2010/11: 184 Millionen Euro).

Der Unternehmensbereich Mikroskopie erzielte in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2011/12 einen Umsatz in Höhe von 310 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr (erstes Halbjahr 2010/11: 305 Millionen Euro*).

Der Bereich Medizintechnik steigerte seinen Umsatz in den ersten sechs Monaten des Ge- schäftsjahrs 2011/12 um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag bei 484 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2010/11: 413 Millionen Euro). Aufgrund unterschiedlicher Kon- solidierungskreise weichen die Werte von den veröffentlichten Zahlen der Carl Zeiss Meditec AG ab.

Der Umsatz des Unternehmensbereichs Augenoptik lag im ersten Halbjahr 2011/12 mit 432 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres (erstes Halbjahr 2010/11: 429 Millionen). Die Neuaufstellung des Bereichs kommt gut voran.

Der Unternehmensbereich Markenoptik/ Optro- nik, der das Geschäft mit Ferngläsern, Planeta- rien, Foto- und Filmobjektiven sowie optronischen Produkten umfasst, erzielte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs 2011/12 einen Um- satz in Höhe von 152 Millionen Euro. Das ent- spricht einem leichten Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr (erstes Halbjahr 2010/11: 162 Millionen). Die Geschäftsfelder dieses Bereichs entwickelten sich sehr unterschiedlich: Im Optronik-Geschäft spürte Carl Zeiss die Investitionszurückhaltung. Das Geschäft mit Foto- und Filmobjektiven, Fernglä- sern und Planetarien dagegen entwickelte sich erfreulich positiv.


Ausblick

Carl Zeiss blickt weiterhin optimistisch auf die zweite Hälfte des laufenden Geschäftsjahrs. Das Unternehmen geht von einer weiterhin stabilen Konjunktur aus und rechnet mit einem anhalten- den Wachstum in den sich dynamisch entwickeln- den Volkswirtschaften. Der Konzern hält an seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2011/12 fest: „Wir peilen trotz des zyklischen Rückgangs im Bereich Halbleitertechnik wieder einen Umsatz von rund vier Milliarden Euro an“, betonte Kaschke. In der angelaufenen zweiten Geschäftsjahreshälfte wird der Konzern weiter investieren sowie kontinuier- lich sein Portfolio weiterentwickeln und zukunfts- fähig gestalten.

* vergleichbar gerechnet


Jörg Nitschke
Konzernpressesprecher
Carl Zeiss AG
Tel.: +49 7364 20-3242
Fax: +49 7364 20-3122
E-Mail: j.nitschke@zeiss.de

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